über mich und Musik

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Biografiestreiflichter mit Musik

* am ersten Tag des Jahres 1973

…im schönen Lauf an der Pegnitz

1982 Nicole gewinnt den Grand Prix und ich seh`s in grisseligem Schwarz-weiß auf Verwandtenbesuch in der DDR

Ich liebe ein Mixtape mit Songs von den Beatles, das ich meinem Bruder aus seinem Zimmer geklaut habe. Am liebsten mag ich “Penny Lane” und “Blackbird” (letzteres schätze ich immer noch).

1984 ich bin 11 und es stört mich, dass diese plötzlich bekannte Sängerin “Nena” und nicht “Nina” heißt…Und dann gibt es da diese bescheuert aussehenden Menschen, die “Da da da” singen, aber auch “I like Chopin” oder “Major Tom”.

1986 Etwa zu der Zeit bekam ich eine Stereoanlage, meine erste Platte war “some great reward” von Depeche Mode. Dann kamen The Smiths, Sex Pistols, Die Ärzte, The Clash, Slime, The Cure…

Platten sammeln war plötzlich angesagt, möglichst die allerraresten Sachen, das war dann von Psychic TV, Foetus, Lydia Lunch, Dead can dance, This mortal coil (eine wunderbare Allianz von Mitgliedern von Bands, die vom 4AD-Label verlegt wurden)…Über einen Freund bekam ich eine sogenannte “CD”, die war auf 999 Stück limitiert und sollte wohl noch einen kleinen Film drauf haben, aber es hatte ja keiner ein Abspielgerät für eine DVD…

1992 Abi, begleitet von Rockigem aus Vergangenheit und Gegenwart: Doors, Hendrix, Led Zeppelin (“What is and what never should be…”) und Red Hot Chili Peppers, Smashing Pumpkins, Pixies, Deus (W.C.S., Via)
Funky immer gut zum Tanzen: Defunkt, Mother`s Finest, Living Colour…
oder Jazz: Marcus Miller, Pat Metheny,…
und natürlich der neugeborene Techno und Sven Väth in den Abendstunden von HR3, ich bemale Theke und Wände des “Prime Rose Club” in der Klingenhofstraße mit Schwarzlichtfarbe und schenke im chilligen Kellergeschoss mit Miss Kriz Tee aus…Vorbereitungspraktikum für die Kunstakademie…abgelehnt, dann

bis 2006 ziemlich langjähriges Studium der Diplom-Pädagogik an der Uni Bamberg…der ellenlange Titel meiner Diplomarbeit: “Vom Sichern und Aufbewahren zum Behüten und Fördern. Darstellung der historischen Entwicklung von Vorrichtungen, Methoden und Institutionen zur Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern” – Für einen anschaulichen Bildvortrag zum Thema kann man mich übrigens buchen – das ist sehens- und hörenswert!

Aber ich habe nicht nur studiert, sondern in diversen Lokalitäten gekellnert oder delikat italienisch gekocht sowie Buffets organisiert, getöpfert (Aufbaukeramik und Drehen), in einer Band Schlagzeug gespielt (“Where Rebecca dived”), nahezu jeden Programmkinofilm zwischen 1994 und 1999 gesehen, weil ich einem Kino gejobbt habe, Klavier gespielt, zwei Kinder bekommen, in der elterlichen Firma mitgearbeitet (www.renato.de)…fotografiert und entwickelt…Brot backen gelernt…in einer Vermittlungsstelle für Kindertagespflege gearbeitet…
…und dabei/dazu immer viel und vielfältige Musik gehört.

Ausblicke | was vielleicht noch kommt (Auszüge):
Siebdrucken – mehr fotografieren – Reisen nach Kirgisistan, Japan, USA, Frankreich – wieder Schlagzeug spielen – eine große, permanent zugängliche Give-Box am Laden, die nicht von Hunden angepieselt wird – free-Film-Abende im Laden – Tango argentino vor dem Laden – eine Kiste voll mit edlen, wunderschönen Stoffen, die nie leer wird…

Meine derzeitigen Musik-Favourites:
Laura Marling
wer will von dieser Stimme nicht in den Schlaf gesungen werden…
außerdem kryptische Texte, tolle Gitarristin, Melodien zwischen Melancholie und Aufbruchstimmung…
Von ihr mag ich nicht einzelne Stücke, sondern ganze Alben: a creature I don`t know und vor allem Once I was an eagle, hier v.a. When were you happy, Love be brave, ach eigentlich alles…
Camille
Noch so eine Gesangsvirtuosin, noch viel experimentierfreudiger in Stimme und Musik. Lotet Grenzen aus, Drama, Druck, einzigartig.
Meine Lieblinge: Home is where it hurts – Quand je marche – Sanges sweet – The Monk
Gehört auf dem Bardentreffen 2014: und ziemlich unbeschreiblich: Erdmöbel
Und – wiederentdeckt – auch auf dem Bardentreffen:
Billy Bragg
Du ehrlicher Barde, keiner singt britischer als Du – aber ich bin konservativ und mag nur die alten Sachen – Billy countryesk ist nicht mein Fall!
Best of: A new England, St. Swithin`s day, The milkman of human kindness…
Dan Mangan
kanadischer Folkmusiker mit so einem beruhigenden Beiklang in der Stimme…Mein favourite: Basket
Elliot Smith
us-amerikanischer Singer/Songwriter, legitimer Nachfolger der späten Beatles…leider 2003 mit 34 Jahren am Leben zerbrochen, mein favourite: new disaster, seen how things are hard, half right
Gregory Porter
Yeah! Samtweiche Superstimme, neben Liebesliedern auch Texte zu gesellschaftlichen, sozialen, politischen Missständen – und mitten ins Musikliebhaberherz treffen sowohl unvergleichlich knackiger Groove wie auch smoothe Balladen – musikalische Perlen aus Funk, R & B und vor allem Jazz.

Keine Musik, aber sooo klasse:

Barbara. Künstlerin

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